Kleiderkammer wird selbständig - Gesellschafter gründen gGmbH

Kleiderkammer-Info vom 28.9.2017

Die Kleiderkammer Haan bietet seit Anfang 2015 Menschen mit geringem Einkommeneine günstige Einkaufsquelle für Kleidung, Schuhe, Haushaltstextilien und Hausrat. Bisheriger Träger der Einrichtung ist der SKFM Haan e.V. Bereits im Sommer hat sich jedoch der Vereinsvorstand entschlossen, die Trägerschaft aus personellen Gründen zum 31.12.2017 beenden. Um die soziale Arbeit trotzdem fortsetzen zu können, macht die Kleiderkammer sich selbständig. Dazu wird eine gemeinnützige GmbH gegründet, deren Gesellschafter Privatpersonen und die Bürgerstiftung für Haan und Gruiten sind.

Dazu Brigitte Hausdorf, Sprecherin der Gruppe: „Unser Schritt in die Selbständigkeit ist notwendig und wohl überlegt. Wir haben uns juristisch beraten lassen und alle Vor- und Nachteile sorgfältig abgewogen. Wir sind davon überzeugt, dass wir so den Fortbestand unseres Projekts nachhaltig sichern und auch die Entscheidungsbefugnis über unsere Arbeitsweise erhalten können. Die Gesellschafter sind überwiegend selbst in der Kleiderkammer tätig und bringen das für die Gründung erforderliche Stammkapital aus privaten Mitteln ein. Besonders freuen wir uns, dass wir mit der Bürgerstiftung einen erfahrenen Partner gewonnen haben, der bürgernah und mit sozialem Engagement arbeitet und daher unseren Zielen nahe steht."

Die auf eine private Initiative zurückgehende Gruppe aus rund 90 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unterhält ein Spendenlager mit Verkaufsflächen, ab 23. Oktober am neuen Standort Friedrich-Ebert-Straße 111-117. Die Betriebskosten, nahezu ausschließlich Immobilienkosten, werden gedeckt durch einen städtischen Zuschuss, private Geldspenden und einen geringen Kostenbeitrag der Kunden. Fünfmal pro Woche ist die Kleiderkammer jeweils zwei Stunden geöffnet. Regelmäßig besuchen mehr als 500 Kunden pro Monat die Einrichtung.

Wegen des Umzugs an den neuen Standort wird die Kleiderkammer in der Steinkulle 3 ab 13. Oktober geschlossen. An die Bevölkerung richtet Brigitte Hausdorf die dringende Bitte, „bis zur Betriebsaufnahme in der Friedrich-Ebert-Straße 111-117 nur kleine Mengen an Sachspenden zu bringen. Bitte behalten Sie größere Mengen, insbesondere schweren Hausrat (Geschirr, Gläser ...) und aussortierte Sommerkleidung und -schuhe, möglichst noch zurück. Ab 23. Oktober nehmen wir sehr gerne wieder alle Spenden an. Leider müssen wir jedoch die Annahme von Möbeln, Elektrogeräten, Büchern und Stofftieren auch weiterhin ablehnen.“

 

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